Michael Galander im Interview mit Carsten Korfmacher: „Nur durch Leistung kann Politik Vertrauen zurückgewinnen“
Shownotes
Auf seiner Reise durch Mecklenburg-Vorpommern traf Cicero-Ressortleiter Carsten Korfmacher Michael Galander, den progressiven Bürgermeister von Anklam, einer Stadt, die lange den zweifelhaften Ruf einer Neonazi-Hochburg genoss, um mit ihm über das mangelnde Vertrauen der Bürger in die Politik zu sprechen und wie Galander es geschafft hat, das Ruder in Anklam erfolgreich herumzureißen.
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Inhalt Podcast:
02:40 "Die Stimmung war 2002, als ich angefangen habe, am Tiefpunkt. Wir waren, ich sag mal, ein wirtschaftlich abgehängter Teil und dann als Stadt Anklam noch der schwierigste Teil vielleicht sogar mit großem rechtsextremistischen Anteil. Wo sogar die Gegner sagen, ja das ist ja auch ganz einfach, da wo nix los ist, haben wir den größten Nährboden, da gehen wir hin, da werden die Leute dann auf unsere Parolen aufspringen, das war ja auch so. Und es wurde einfach Zeit, das Vertrauen dahingehend wieder zurückzugewinnen, dass man sagt, wir machen Arbeit als Bürgermeister und als Stadtvertretung für die Kommune." (Michael Galander)
13:58 "Und ich glaube, ich gehöre zu denen, die immer das Thema offen angesprochen haben, gesagt haben, nein, hört auf damit. Wir haben hier ein Problem mit Rechtsextremismus. Es ist natürlich nicht schön, wenn Anklam oder Pasewalk oder auch Ückermünde dann in einem Wortlaut immer mit dem braunen Sumpf verbunden sind. Aber es ist falsch zu sagen, Vorpommern hat kein Problem mit Rechtsextremismus." (Michael Galander)
16:51 "Ja, das ist meine feste Überzeugung in der Frage, wie kann Politik Vertrauen zurückgewinnen? Einfach durch Leistung, durch wirkliches Umsetzen, durch Maßnahmen, durch Leistungen und nicht durch Gerede." (Michael Galander)
38:20 "Ich würde sagen, die Berufspolitiker im Bund und Land könnten sich mit Sicherheit, ich bin ja in dem Sinne auch Berufspollitiker, vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich mache ja den Bürgermeister-Job hier auch im Hauptberuf und viele engagieren sich ehrenamtliche. Ich glaube schon, dass die große Politik sich in der handelnden Position, ob Bundeskanzler, ob Minister, Staatssekretäre, sich eine ganze Menge von den Leuten abgucken können, die in den Städten und Gemeinden sozusagen die Verantwortung übernommen haben. Weil wir sind, und das sagen wir immer wieder nach oben, wir sind diejenigen, die all das, was da hinten passiert, unten eigentlich am Ende noch unseren Menschen erklären müssen. Warum haben wir kein Geld mehr für den Schwimmbad? Warum müssen wir Einrichtungen schließen oder werden zumindest gezwungen, darüber nachzudenken?" (Michael Galander)
Transkript anzeigen
00:00:00: Und ich glaube, ich gehört zu denen die immer das Thema offen angesprochen haben.
00:00:03: Wir sagten, nein wir hören oft damit!
00:00:06: Wir haben hier ein Problem mit Rechtsextremismus und es ist natürlich nicht schön wenn Anklam oder Pasewalk oder auch Ückermünde dann in einem Wortlaut immer mit dem braunen Sumpf verbunden sind.
00:00:17: aber es ist falsch zu sagen Vorbommern hat kein Problem mit rechtsextremmismus.
00:00:21: Und es ist auch nicht so dass wir heute aus der Nummer raus sind.
00:00:29: Ein Podcast von Cicero, das Magazin für politische Kultur.
00:00:33: Herzlich willkommen bei einem neuen Ciciro-Podcast-Politik!
00:00:36: Heute nicht aus dem Studio in Berlin sondern aus Anklamm in Mecklenburg-Vorpommern.
00:00:41: Vielleicht kennen Sie Anklammen noch?
00:00:42: Aus den Neunzigern und frühen Zweitausendern.
00:00:44: da galt die Stadt als Hochbuch der Neonazis, als nationalbefreite Zone.
00:00:49: es hat sich mittlerweile einiges getan Und vor allen Dingen scheinen die Bürger hier sehr viel mehr Vertrauen, in die Politik zu haben als in anderen Orten in Deutschland.
00:00:57: Deswegen sind wir heute hier und sprechen mit dem Bürgermeister von Anklam Michael Galander.
00:01:02: Er ist seit Jahr zwei tausendzwei Bürgemeister wurde im April wiedergewählt für weitere acht Jahre bis zwanzig vierunddreißig und er wird uns erzählen wie sich die Stadt entwickelt hat was mit den Neonazis hier passiert ist warum es auch heute der Stadt sehr viel besser geht als vielen andern Kommunen in Ostdeutschland.
00:01:20: Martin hat ja so dieses Gefühl, dass Vertrauen in Parteien verschwindet, Vertrauen im Medien schwindelt, Vertrauen in bundespolitische Institutionen, internationale Organisationen und ich finde sie ist ein tolles Beispiel dafür also wie einfach das ist und deswegen würde mich auch mal interessieren.
00:01:37: Also wie bauen sich Vertrauen zu den Menschen auf?
00:01:40: Ja, Vertrauens zu dem Menschen baut sich dadurch auf, dass man nicht nur was verspricht vor der Wahl, was man hinterher nicht einhält.
00:01:48: Ich kann das natürlich nur aus der kommunalen Ebene sagen.
00:01:51: Ich bin nie in einer Bundes- oder Landespolitik gewesen, war auch nie mein Bestreben.
00:01:55: und meine Bestrebe für die Stadt als Bürgermeister direkt gewählt von seinen Bürgern sozusagen oder zumindest von der Mehrheit der zur Wahl gehenden Bürger muss man ja auch noch wieder einschränken.
00:02:07: ist es eben dann tatsächlich zu sagen was sind sozusagen die Ziele für die nächsten Jahre als gewählter Bürgemeister für diese Stadt?
00:02:15: Und darüber gewinnt man natürlich Vertrauen, wenn man das vierte Mal wiedergewählt ist, dass man offensichtlich in den zurückliegenden Abschnitten eine gute Arbeit geleistet hat.
00:02:25: Das können wir für Anklang glaube ich nicht nur der Bürgermeister sondern auch die Stadtvertretung in Anspruch nehmen und dann gewinnte man natürlich vertrauen zurück.
00:02:34: denn hier muss man sogar sagen, ja auch wir haben ja Vertrauen zurückgewonnen.
00:02:36: Die Stimmung war als ich angefangen habe am Tiefpunkt wirtschaftlich abgehängter Teil und dann als Stadtanklamm noch der schwierigste Teil vielleicht sogar mit großem rechtsextremistischen Anteil, wo sogar die Gegner sagen das ist ja auch ganz einfach.
00:02:57: Da wo nichts los ist haben wir den größten Nährboden.
00:02:59: da gehen wir hin.
00:03:00: werden die Leute dann auf unsere Parolen aufspringen?
00:03:02: das war ja auch so und es wurde einfach Zeit dass Vertrauen dahingehend wieder zurückzugewinnen.
00:03:09: Wir machen Arbeit als Bürgermeister und als Stadtvertretung für die Kommunen.
00:03:14: Das ist unsere Basis, wir können uns gerne mal darüber aufregen was im Kreistag passiert.
00:03:19: Wir können uns natürlich auch darüber auftreten, was im Land- und Bundestag passiert oder bestenfalls im Europaparlament.
00:03:26: Aber man muss ja wissen dass unsere Stadvertretungen darauf keinen Einfluss hat.
00:03:31: Man kann den Bürgemeister beauftragen einen Brief an die Ministerpräsidentin zu schreiben.
00:03:37: Gut das kann man tun und seine Meinung sozusagen als Stadtvertretung kundtun, aber einen direkten Einfluss auf die Entscheidungen im Land und dem Bund haben wir nun mal nicht.
00:03:48: Wir haben vielleicht noch Lobbyverbände, die uns dabei unterstützen.
00:03:51: Und insofern konzentrieren wir uns auf das was wir entscheiden können, was wir umsetzen können mit den Bürgern, mit den Vereinen, mit der Gesellschaft zusammen und eben mit der Stadtvertrettung.
00:04:01: Die Stadtvertreter sind eigentlich auch gewählte Stadtvertreder für ihre Kommunen und für eigentlich nichts anderes.
00:04:08: Und wenn man dann erfolgreich zusammenarbeitet und die Menschen sehen, es sind nicht nur Versprechungen da.
00:04:14: Sondern es wird eine neue Schulcampus gebaut, es wird ein neues Schwimmbad gebaut.
00:04:19: Es werden Straßen-, Infrastruktur-, neue Wohnhäuser gebaut, die Innenstadt komplett umgebaut.
00:04:25: Dann sind das Zeichen vor allen Dingen auch so schön gesagt für nachfolgende Generationen.
00:04:30: Das lohnt sich vielleicht hier zu bleiben, hier nach einer Arbeit zu suchen weil die Stadt sich einfach gut entwickelt.
00:04:36: Wir haben uns wirtschaftlich aber auch baulich und auch gesamtgesellschaftlich mit dem Zusammenhalt sehr gut weiterentwickelt, letzten Jahre.
00:04:45: Und das ist dann wahrscheinlich am Ende natürlich ein Mitverdienst, auch dessen der Aneratorspitze steht.
00:04:51: Dann vertrauen die Bürger einem so wie jetzt zuletzt im April bei der Wahl eben auch deutlich... und auch deutlich, obwohl es ein AfD gegen Kandidaten
00:04:59: ist.
00:04:59: Ja das ist außergewöhnlich.
00:05:00: in Anklam hat die AfD bei der Bundestagswahl zwanzigfünfundzwundig ungefähr fünfvierzig Prozent geholt, glaube ich sogar noch ein bisschen mehr.
00:05:05: Sie haben jetzt Ihren AfD-Kandidaten Konkurrenten geschlagen mit über seventy zwei Prozent der Stimmen, er hat siebenzwanzig Komma irgendwas bekommen.
00:05:14: also ist das nicht eine wahnsinnige Diskrepanz?
00:05:16: Also wenn die Leute doch irgendwie auf institutioneller Ebene anscheinend der AfD vertrauen aber wenn's dann um Personen geht um sie persönlich dann auf einmal nicht mehr.
00:05:25: Ich
00:05:25: glaube, das ist sicherlich ein eingravierender Unterschied.
00:05:27: Die direkte Personenwahl wo dann die Leute auch in der Lage sind zu beurteilen was hat der Amtsinhaber geleistet?
00:05:35: Das ist auch ein großer Vorteil.
00:05:37: wenn es an den Amtsinnhabern nichts geleistete Dann hat man ja auch die direkte Möglichkeit zu sagen dem wollen wir nicht mehr.
00:05:44: Einigen Kollegen von mir im Umfeld basiert und insofern glaube ich, dass das ein großer Unterschied ist zwischen einer Person Direktwahl, ob Landrat oder Bürgermeister.
00:05:55: Oder eben der Kommunal-Wahl, welche Stadtvertreter wähle ich?
00:05:59: Wobei auch das gebe ich schon zu Vierundzwanzig sehr erstaunt war, dass in unserer Stadt, in der nämlich im Umkehrschluss vieles gut gegangen ist – sich die Stadtvertretern auch in dem Zeitraum zwischen zwei Tausend neunzehnt und vierund zwanzig weiter für eine positive Entwicklung eingesetzt haben Und die AfD dann das erste Mal, ist zur Kommunalwahl, dann einen solchen Durchmarsch durch alle Wahlen.
00:06:26: Ich glaube es war Europaparlament, Kreistag und Gemeindevertretung.
00:06:32: Einen solchen Durchmasscheber uns im östlichen Vorbommern gemacht hat.
00:06:38: Weil es gab zumindest aus Sicht der Anklammer Stadtvertretung.
00:06:42: Es ist ein ziemlicher Schlag ins Gesicht gewesen für viele, die sich engagiert haben eigentlich keinen Grund in Anklamm für den Stadtrat AfD wählen zu müssen.
00:06:51: Den gab's nicht.
00:06:52: und trotzdem ist die AfD angetreten hätte eigentlich sieben Plätze geholt hat am Ende nur fünf bekommen hat sich dann aber gleich bei der ersten Sitzung ja gespalten.
00:07:01: Es sind nur drei AfD-Ler übergeblieben, die anderen zwei haben sich selber zusammen getan so dass wir eine sehr schwierige Durchmischung haben.
00:07:10: mittlerweile ist einer dieser, wie sagt man, Arbien handen sie sich zurückgetreten.
00:07:15: Wir haben also im Moment in Situation von elf zu elf.
00:07:19: Drei Sitze in der Stadtvertretung bleiben leer bis zum Jahr und zwanzig Schwächte eigentlich auch die Demokratie Und wir müssen jetzt um Mehrheiten ringen in jeder einzelnen Sitzungen.
00:07:30: Ist das unter Umständen auch erklärbar?
00:07:31: Ich meine, Anklam hat ja eine gewisse Vergangenheit.
00:07:34: Also die NPD landet Parteizentrale ist hier gewesen es gibt Handwerksbetriebe Pflegedienste und so weiter mit rechtsextremistischem Hintergrund.
00:07:42: Geschäfte Klamottengeschäfte gibt's glaube ich jetzt immer noch.
00:07:45: also kann man sagen dass die AfD praktisch diese ganze Szene irgendwie aufgenommen hat, aufgegriffen.
00:07:51: oder sind die separat?
00:07:53: Sind die getrennt voneinander hier in der Stadt.
00:07:55: Oder im Vorpommern generell?
00:07:56: Nein definitiv würde ich sagen das gilt für das gesamte, also nach meinem Gefühl für das ganze Bundesland dass sich sicherlich ein Großteil der früheren NPD-Ler mittlerweile von der Heimat in Anführungsstrichen losgesagt hat und ich sage mal sein neues politisches Domizil bei der AfD sucht.
00:08:15: Da kann man das Ganze vielleicht ein bisschen mehr kaschieren, da ist es nicht ganz so offensichtlich aber in Großteil derer die sich hier in Ostdeutschland glaube ich und gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern in der AfD engagieren sind mit Sicherheit dem ehemaligen rechten Spektrum zuzuordnen.
00:08:31: Das merken wir sehr deutlich Denn die Heimat spielt, Herr Andrzejewski ist der letzte übrig gebliebene.
00:08:38: Moikana, sage ich immer so schön.
00:08:40: Wir haben auch noch die Landesgeschäftsstelle mehr oder weniger der Heimat hier aber es bewegt sich längst nicht mehr so viel.
00:08:47: da sind offensichtlich viele weg.
00:08:49: Die sind aber nicht politisch weg sondern viele davon findet man heute braucht man nur die Augen offenhalten, auch bei uns in der Stadt und Umgebung im Lager der AfD wieder.
00:08:59: Sie sagten, sie sind seit dem Jahr zwei hier Bürgermeister, sind viermal gewählt worden.
00:09:02: Und wenn ihr jetzt ihre Amtszeit beendet, dann wären es ja schon wahnsinnig, jetzt schon vierundzwanzig Jahre.
00:09:11: Wie war die Stadt damals, als Sie es angefangen haben?
00:09:14: Und was hat sich geändert in der Zeit?
00:09:15: Die Stadt selber.
00:09:16: Der Grund, warum ich angetreten bin als Unternehmer war das eigentlich nichts mehr vorwärtsgegen.
00:09:20: Man hatte also das Thema blühende Landschaften
00:09:22: etc.,
00:09:22: war ja längstens ich sag mal längst vorbei.
00:09:26: man hat gemerkt also nix blühnde Landschafte.
00:09:28: Die Leute sind zu zu hunderten wenn nicht zu tausenden auch aus der Stadt Antlam abgewandert weil sie hier eben keine Arbeit gefunden haben.
00:09:36: Einige sind zurückgeblieben, arbeitslos.
00:09:38: Wir hatten eine Arbeitslosenquote die teilweise an Richtung dreißig Prozent ging.
00:09:43: Außeländeranteil war so gut wie gar keiner.
00:09:45: also die Ausländer waren jetzt nicht daran schuld und sind es bis heute im Übrigen auch nicht Und die Situation drohte einfach zu eskalieren dahingehend dass auch die Stadt keine Visionen für sich mehr hatte das die Stadträte gesessen haben ein Kopf in Sand eigentlich gesteckt haben.
00:10:00: wir wissen auch nicht Dass man damals schon nach Hilfe geschrieben hat von außen mehr Geld, mehr Investitionen.
00:10:09: Es war eine Niedergangssstimmung auch für die Unternehmer, die natürlich von öffentlichen Aufträgen lebten und sagten, wenn die Stadt nichts mehr investiert, weil dann Leute gehen alle weg, brauchen keine Häuser mehr bauen, müssen ja abreißen.
00:10:24: Das war schon eine sehr düstere Stimmung.
00:10:28: In dem Zusammenhang haben wir relativ schnell, nachdem ich dann gewählt worden bin auch klar das Wahlprogramm umgesetzt.
00:10:34: Um einfach wieder eine Perspektive für diese Stadt zu schaffen.
00:10:38: worauf wollen wir uns wirtschaftlich konzentrieren?
00:10:40: Wo sind unsere Schwerpunkte hier im ländlichen Raum?
00:10:43: Ich sage nur Bioökonomie mittlerweile unser größtes Cluster von Unternehmensansiedlungen aber auch den Stadtumbau voranzubringen nicht die Tristess von leer stehenden Wohnblöcken.
00:10:53: es war ein gewaltiger Akt den wir hier umgesetzt haben Als wir begonnen haben, damit.
00:10:59: man hat zuerst gemerkt ach die Bürger glauben das nicht.
00:11:02: Die erzählen da wieder alle aber wir kannten das ja jetzt schon dann zurückliegend fünf sechs sieben
00:11:05: Jahre.
00:11:06: Die haben auch was erzählt aber Sie haben nichts
00:11:08: gemacht.
00:11:10: und man muss einfach sagen die Bürger honorieren dass.
00:11:13: erst dann wenn sie wirklich sehen es geht vorwärts Wir können ein ganzes Jahr oder zwei Jahre diskutieren von tollen Plänen die wir vorhaben.
00:11:22: Das wird zwar zur Kenntnis genommen Es ist wirklich erst so, dass sie sagen, jetzt reißen Sie ein Gebäude ab.
00:11:29: Da wird etwas Neues entstehen.
00:11:30: Da modernisieren Sie die Schule also wo der Handwerker da ist, die Unternehmen Arbeit haben und eigentlich gebaut wird ja und investiert wird und das auch sichtbar.
00:11:40: dann glauben die Bürger auch daran, dass es wirklich vorwärts geht, dass Versprechungen, die im Wahlkampf gemacht wurden, auch eingehalten werden.
00:11:48: Und ich glaube wir haben.
00:11:50: gegenüber der Stimmungslage von Heute sagt man ja allgemein hin, die Stimmung im Land ist auch schlecht.
00:11:58: Aber ich würde noch einschätzen, in Anklang war sie noch viel schlechter.
00:12:03: noch viel schlechter.
00:12:04: Wir haben entgegen allen demografischen Vorhersagen, wir würden nur noch... ...二tausend dreißig, nur noch achttausende Einwohner sein sind wir immer noch relativ stabil und seit einigen Jahren sogar mit mehr Zuzug als Wegzug.
00:12:15: Wir habe nun einen leichten Verlust dadurch dass mehr Leute sterben als neue geboren werden also der geburten Knick und solche Dinge lassen grüßen.
00:12:24: aber allein das Thema dass wir mehr zuzug-als wegzug haben, dass wir das seit sieben jahren jetzt schon hinkriegen jedes Jahr zeigt es die Stadt attraktiv ist, dass sie lebenswert ist.
00:12:33: Dass ihr auch Arbeitsplätze bietet die gut bezahlt werden und dass man eben ja das glaube ich auch die älteren insbesondere die vor zwanzig Jahren das damit gekriegt haben wieder stolz sind auf ihre Stadt Und das ist eben eine überzeugende Arbeit von sowohl Stadtverwaltung als auch Stadtpolitik.
00:12:50: Wird das so wahrgenommen, also bundesweit?
00:12:53: Ich kann mich daran erinnern damals auf vor zehn Jahren war es häufig so dass Wennschbundespresse da war.
00:12:58: dann war's immer um so alte Neonazi-Geschichten zu erzählen zum Beispiel und das traumatisiert teilweise ja Gemeinden und Städte.
00:13:04: auch ich kann mich dran erinneren Bargeschow ist glaube ich die Stadt gewesen mit dem höchsten NPD Gemeinde gewesen mit den höchstem NPD-Wähleranteil.
00:13:12: irgendwie in einem Jahr erst praktisch dieses kleine Dorf da überfallen worden von Bundespresse und danach hatten natürlich keine Lust mehr.
00:13:19: Und auch hatten auch kein Vertrauen mehr.
00:13:21: Es gibt natürlich unterschiedliche Herangehensweisen, ich glaube ich bin immer dem rechten Spektrum offen gegenübergetreten und habe auch mal klar gesagt was ich kenne auch hauptamtliche Bürgermeister unter meinen Kollegen nicht die aktuellen vielleicht aber in den vergangenen Jahren die sich diesen Problem nie stellen wollten, die das also entweder totgeschwiegen haben oder sogar bestritten haben, dass also die rechte Szene hier doch relativ stark verankert ist.
00:13:45: Über die Kameradschaft über die kleinen Dörfer wo dann neben der Feuerwehr – teilweise ging es ja schon in die Feuerwehren mit rein und diese ganze Thema von Unterwanderung usw… Und ich glaube, ich gehört zu denen die immer das Thema offen angesprochen haben.
00:14:00: Wir sagten, nein, wir hören oft damit!
00:14:03: Wir haben hier ein Problem mit Rechtsextremismus.
00:14:05: Es ist natürlich nicht schön wenn Anklam oder Pasewalk oder auch Ückermünde dann in einem Wortlaut immer mit dem braunen Sumpf verbunden sind.
00:14:14: aber es ist falsch zu sagen Vorbaumann hat kein Problem mit rechtsextremmismus und es ist auch nicht so dass wir ... heute aus der Nummer raus sind.
00:14:21: Also ich wurde auch schon gefragt, ob durch die ganze Bauerei... ... wir jetzt... ... ist auch mal weniger Leute aus dem rechten Spektrum hier haben.
00:14:30: Ich sagte natürlich aber weniger weil Scherze... ... habe ich das natürlich gesagt.
00:14:33: bei jedem Neubau haben wir drei in die Bodenplatte mit einbetoniert.
00:14:37: Also allein die Fragestellung war schon so blöde dass man sagen muss, natürlich nicht!
00:14:42: Die Leute sind geblieben.
00:14:43: Aber was sich verändert hat ist die Stimmungslage in der Bevölkerung,... eben gesagt hat, naja wir brauchen die Nazis nicht und wir brauchen nicht die Heimat oder die NPD sondern es geht mit den jetzigen Stadtvertretern.
00:14:57: Geht es vorwärts?
00:14:58: Die Stadt entwickelt sich.
00:14:59: Wir haben neue Unternehmen angesiedelt.
00:15:01: Die vorhandenen Unternehmen sind relativ stabil am Markt Und das geht also auch mit geordneten Kommunalpolitik, die viel für die Unternehmen tut, die für den gesellschaftlichen Zusammenhang vieltut und dafür brauchen wir nicht die Nazis Und das haben die Menschen gemerkt, mal ganz abgesehen davon.
00:15:18: Dass die Nazis von vor zwanzig Jahren heute auch zwanzich Jahre älter sind irgendwie ihre beruflichen Sachen auch in den Griff kriegen mussten und auch gemerkt haben.
00:15:28: Naja ich sag mal so diese Demos-und regelmäßigen Umzüge, die es jetzt schon seit über einigen Jahren nicht mehr gegeben hat im Anklang.
00:15:37: Die bringen auch nichts!
00:15:38: Und da ganz im Gegenteil, die Stadt investiert.
00:15:42: Sie baut in neue... Also sie investiert auch nicht nur in freiwillige Leistungen, sie baut neue Schulen und neue Schulkampus.
00:15:48: Innenstadt ist jetzt fertig geworden.
00:15:50: Wir haben ein neues Schwimmbad gebaut.
00:15:51: Da beneiden uns ganz viele Städte in Mecklenburg-Vorbau wahrscheinlich bundesweit runter wenn es um Schwimmpäder geht.
00:15:57: Das sind so Vorzeigesachen wo die Leute sehen das geht vorwärts.
00:16:01: wir haben Bebauungspläne erlassen dass die Leute aus den Häuschen hier bauen können vernünftige Grundstückspreise noch dazu.
00:16:08: Wir haben Industriegebiete und Gewerbegebiete ausgewiesen, wie gesagt neue Ansiedlungen da.
00:16:12: Also es hat sich eine Menge, Menge getan insgesamt.
00:16:15: Und darüber merken die Leute, dass das eben auch geht ohne!
00:16:20: dass ich jetzt den Rechtsextremismus oder die rechtsextrimisten unterstützen muss, weil hier die Ausländer an der schlechten Lage schuld sind.
00:16:27: Die wir ja auch bis heute kaum
00:16:28: hier haben in der
00:16:29: Stadt.".
00:16:30: Also Sie würden sagen das im Grunde genommen ist dieser harte Kern, dass das halt eine relativ kleine Gruppe war und es dann wirklich auch an Individuen abhängt wie deren Biografie ist?
00:16:39: Und wenn der Rest merkt, das Umfeld, also ganz normale Bewohner, wenn sie merken, es geht einfach vorwärts... Spielen hat die wenigen, die man wahrscheinlich eher auch nicht gedreht.
00:16:48: Das
00:16:48: ist bei meiner festen Überzeugung in der Frage wie kann Politikvertrauen zurückgewinnen?
00:16:53: Einfach durch Leistung!
00:16:55: Durch wirkliches Umsetzen, durch Maßnahmen und durch Leistungen und nicht durch Gerede.
00:17:00: Schwierigerweise würde ich sagen Ich kann das verstehen.
00:17:03: In einer großen Politik heißt es dann ja Kompromisse Wir können ja leider nicht alleine regieren.
00:17:08: wir haben den Koalitionspartner oder bestenfalls sogar noch zwei Und dann kommt natürlich von dem was Der stärkste Koalitionspartner gerne alles möchte in seiner Agenda nachher nicht mehr ganz so viel zustande, weil ich mich ja mit den anderen beiden noch verständigen muss auf ein Kompromiss.
00:17:23: Das ist in der Ortspolitik aber durchaus manchmal ähnlich.
00:17:27: Wir müssen uns auch manchmal auf Kompromisse verständigt werden.
00:17:29: Aber man muss auch nicht... Der Bundeskanzler hat eine Art Richtlinienkompetenz und sagt jetzt ist Schluss!
00:17:35: Jetzt wird das so gemacht.
00:17:36: Davon glaube ich hat der Bürgermeister in Anklang durchaus durch seinen Bürgemeister Entscheidungsbefugnis auch mal Gebrauch gemacht Dinge, die entschieden werden müssen dann noch monatelang zu verschleppen und wir brauchen noch einen Gutachten.
00:17:49: Wir müssen hier nochmal und da nochmal.
00:17:52: Das ist das wo der Bürger dann unzufrieden wird.
00:17:54: Gibt es jetzt eine neue Schwimmhalle oder nicht?
00:17:56: als Beispiel?
00:17:57: Und kann ich sagen, in der Antlama-Stadtpolitik war's meistens so dass wir uns relativ deutlich einig waren welchen Wegschlagen wir ein und wo investieren wir.
00:18:05: Aber seit der Kommunalwahl im Jahr zwei tausend vierundzwanzig machen wir aktuell auch wieder einen deutlichen Rückschritt weil viel mehr gestritten wird, weil das eine Brandmauer bei uns nicht gibt.
00:18:14: Das heißt die CDU ist total aktiv mit der AfD und dem noch verbliebenen Kollegen ehemals von der NPD heute von der Heimat um irgendwie, ich sag mal ein Mehrheitsverhältnis für sich zu schaffen.
00:18:27: Also Opposition gegen Regierung und deswegen kann man schon sagen, dass seit dem Jahr ist die ganz positive Stimmung vorwärts und wir sind noch lange nicht fertig.
00:18:36: Wir haben noch tolle Projekte vor, die wir umsetzen wollen.
00:18:40: Für die Allgemeinheit ist auch nur Neubau einer Feuerwehr Ein zweiter Schulkampus und auch unser Theater hier in Anklam, ganz wichtig.
00:18:48: Diese drei Großprojekte wollen wir in den nächsten Jahren umsetzen – ich würde sie gerne noch in den acht Jahren realisieren!
00:18:54: Aber es gibt deutlich mehr Streit- und Ablehnung und sehr knappe Entscheidungen im Moment im Stadtrat dazu geprägt vor allen Dingen das sagen wir mal die CDU nicht mit der Wählergemeinschaft und der sozial-ökologischen Bürgerplattform zusammenarbeiten möchte, sondern sich die CDU im rechten Lager der AfD oder der NPD oder
00:19:15: Heimat auffüllt.
00:19:16: Ist Anklam da ein Sonderfall oder passiert das häufiger in Vorpommern?
00:19:20: Also ich weiß, dass seit der Kommunalwahl, die Kommunalparlamente fast bei allen Städten nicht mehr komplett besetzt sind.
00:19:28: Das lacht daran, dass die AfD oftmals so hohen Wählerzuspruch bekommen hat.
00:19:34: Wir schienen das ein bisschen darauf, dass überlagerten Wahlen die Leute dazu ... Ich sag mal, veranimiert haben AfD anzukreuzen und sie bei der Kommunalwahl für ihren eigenen Gemeinde- und Stadtrat gar nicht mehr groß drauf geachtet haben.
00:19:45: Sondern auch da AfD angekreuzt haben.
00:19:47: Da müssen aber vielleicht Wahlforschung noch das Bessere herausfinden.
00:19:51: Das ist unsere Auffassung!
00:19:53: Und dieser AfD Ruck... ...ist zwanzigvierundzwanzig durch ganz Vorpommern gegangen.
00:19:59: Das haben Sie ja selber in Ihren Zahlen gesagt.
00:20:01: Und alle Bürgermeisterkollegen waren eigentlich erschüttert.
00:20:04: Es gab bestimmt Städte wo vielleicht die letzten Jahre nicht so viel gelaufen ist Wo man dann vielleicht sagt, okay wir trauen der AfD mehr zu wenn wir den jetzt da zu einem Sitz verhelfen im Stadtrat.
00:20:16: Insgesamt sind aber die Stadträte dadurch geschwächt worden weil die AfD oftmals die Sitze gar nicht besetzen konnte.
00:20:23: In diversen Städten, ich glaube es war ein Torgel und Ökonomünde.
00:20:25: als bestes Beispiel hat sich die AfD schon wieder komplett aufgespalten oder existiert heute nur noch mit einem Abgeordneten.
00:20:32: Wir haben aber für uns die Situation so dass die AfD alleine ja gar nichts ausrichten könnte mit drei Abgeordneten und deswegen ist das bei uns im Moment sehr Ich finde, tragisch und wir machen da auch Stillstand- und Rückschritt mit.
00:20:46: Wenn das sich jetzt nicht bald klärt – ich kann das nur für Anklammer werden sozusagen -, wenn die CDU weiterhin mit AfD und der Heimat koaliert?
00:20:54: Dann wird es rückwärts gehen, das müssen die Bürger dann auch wissen.
00:20:57: Und meine Aufgabe ist es dann auch, dass Vertrauen zurückgewinnen heißt natürlich mit den Menschen zu kommunizieren und die Stadt Antlam hat mit ihrer eigenen Stadtzeitung die monatlich erscheint und vor allen Dingen aber sehr guter Bedienungen der Social Media Kanäle die Möglichkeit die Bürger auch zu sensibilisieren.
00:21:14: also wenn hier Dinge passieren für die die Verwaltung in der Bürgermeister am Ende keine Verantwortung mehr tragen kann weil Stimmengleichheit oder einer Stimme Mehrheit was ablehnt, dann müssen die Bürger das auch wissen.
00:21:28: Wer verbirgt sich dahinter?
00:21:31: Und das kommunizieren wir offen und die Bürger wissen dann woran es liegt, warum jenes oder welches nicht passiert.
00:21:38: Es scheint ja... Also es schwindet zwar dass das Vertrauen in Institutionen wie Parteien zum Beispiel, aber es scheint dass die AfD das gerade so auf institutioneller Ebene bündelt.
00:21:49: also ich glaube Das habe ich aus Gesprächen mitbekommen, dass Leute ja nicht sagen, ich vertraue der AfD mehr.
00:21:55: Sondern sie misstrauen halt den anderen Parteien.
00:21:58: Meinen Sie, dass Ihnen das geholfen hat?
00:22:00: Dass Sie nicht Mitglied in einer CDU und der SPD oder in einer großen Partei sind?
00:22:04: Ja, mit Sicherheit!
00:22:05: Also das mit Sicherheit, wobei man immer sagen muss auch eine Wählergemeinschaft... Ich bin im Jahr twohntausendzwei gewählt worden, traf aber als direktgewählter Bürgermeister auf dem da amtierenden Stadtrat Der sich zu überwiegenden Teilen aus der CDU zusammensetzte.
00:22:20: Noch keine absolute Mehrheit, aber ich glaube damals waren es elf von fünfundzwanzig die in einer CDU-Fraktion waren und die größten im Stadtrat.
00:22:27: Die stellte auch den Bürgerschaftspräsidenten.
00:22:31: Und der Bürgersschaftspräsident war ja mein Gegenkandidat.
00:22:33: also die CDU hatte natürlich gehofft den Rataussessel für sich in Anspruch zu nehmen was aber nicht passierte.
00:22:39: Sondern der partei-lose, schrägstrich wessie hat dann hier das und an aber Jünger natürlich deutlich jünger damals.
00:22:45: Zweiunddreißig Jahre hat dann ihr das Rathaus erobert und die anderen Fraktionen im Stadtrat haben wir gratuliert und die CDU hat von vornherein den Krieg angesagt Und damit hat sie sich in den letzten Jahren immer wieder selber dezimiert.
00:22:59: und ich glaube wenn man Das ist ein Grund dafür, warum die Bürger sagen.
00:23:03: Also den etablierten Parteien und deren Funktionären oder deren, die da sitzen vertrauen wir nicht mehr.
00:23:10: Wir vertrauen entweder Parteillosigkeit in der kommunalen Ebene gibt es ja maximal bis in den Kreis hinein.
00:23:17: auf Landes- und Bundesebene gibt's keine Wählergemeinschaften in dem Sinne.
00:23:22: Und insofern würde ich sagen Ja auch jetzt in dieser Phase die Bürger denken dass die AfD schon die Probleme löst, die der Andere nicht in den Griff kriegen.
00:23:33: Weil das Vertrauen einfach weg ist.
00:23:36: Ist es dann eher so ein Gefühl man sollte, die mal machen lassen?
00:23:39: Oder glauben sie wirklich an die Kompetenz der Leute?
00:23:41: Also wenn Sie hier mit mir...
00:23:42: Ich glaube an die kompetenster Leute glauben sie nicht!
00:23:45: Es ist wirklich so, dass sie sagen, theoretisch muss oder praktisch muss sich was ändern.
00:23:51: und vielleicht ist auch so ja wir müssen diese Erfahrung einmal sammeln.
00:23:56: Für mich persönlich ist es immer so, dass ich schon zu NPD-Zeiten gesagt habe Leute wenn ihr wollt das in der Stadt vorwärts geht und das hier sich Wirtschaft ansiedelt dann dürft ihr eins nicht machen.
00:24:05: Der Nazis will weil ich glaube nicht dass ein internationales Unternehmen was irgendwo sich ausbreiten will und sich irgendwo neu ansiedeln will in eine Stadt kommt wo da Rechtsextremismus ganz weit vorne steht.
00:24:18: also wer Wer die NPD wählt, wählt sozusagen die wirtschaftliche Entwicklung einer Kommune oder überhaupt die Entwicklung einer Commune ab.
00:24:27: Und wir sehen das ja vereinzelt auch – ich kann Ihnen sagen nach der Kommunalwahl – das ist belegbar.
00:24:33: Hatten wir ein Unternehmen aus Niedersachsen hier was eventuell einen neuen Standort auch aufmachen wollte, die dann anschließend geschrieben haben Wir sind total erschüttert, forty-fünf Prozent in einigen Orten mehr als fünfzig Prozent wählen die AfD.
00:24:47: Die Entscheidung war noch nicht für Anklang gefallen, aber wir nehmen euch raus.
00:24:53: Dort können wir nicht hingehen.
00:24:54: Wir haben in unserem Unternehmen in Niedersachsen aus thirty-six Nationen Menschen die arbeiten bei uns und wir gehen nicht hin.
00:25:01: eine Region wo man im Prinzip sagt Man wählt eine Partei die zumindest rechtsextreme Tendenzen aufweist oder in Teilen vielleicht auch Rechtsextremen ist Auch wenn unser Landesverfassungsschutz bisher die endgültige Einstufung so noch nicht hat.
00:25:19: Aber wie ich vorhin schon gesagt habe, ich empfinde das so dass viele der damaligen aus Kameradschaften etc.
00:25:26: Bp sich jetzt natürlich im Umfeld der AfD bewegen.
00:25:29: Das sieht man ja deutlich.
00:25:31: also wir sind ein kleines Land hier kennt jeder fast jeden und wer sich politisch engagiert den erkennt man auch wieder.
00:25:37: und dann sieht man schon früher Kameradschaftsbund und NPD beim Standaufbau und der AfD-Mitarbeit.
00:25:44: Ja, das ist gerade bei Mitarbeitern in der Fraktion
00:25:47: usw.,
00:25:47: so in den ersten Reisen vielleicht ein bisschen seltener?
00:25:50: Und man hat ja schon so das Gefühl, dass er im Mecklenburg-Vorpommern die AfD eine Sonderrolle hat.
00:25:53: also die scheint sehr viel radikaler in anderen ostdeutschen Bundesländern und deswegen war auch immer so die Debatte, wenn die Brandmauer... fallen würde oder eingerissen wird, dann wahrscheinlich eher mal in Mecklenburg-Vorpommern mit einem eher moderaten Landesverband und auch mit dem sehr konservativen CDU-Landeshorn muss man auch sagen.
00:26:15: Aber das scheint ja jetzt...
00:26:17: Also ich glaube nicht dass die Brandmauer hier fällt.
00:26:21: Es ist auch egal, täte mir für Sachsen-Anhalt auch natürlich wahnsinnig leid für unser Bundesland noch darüber hinaus als Tourismusland Nummer eins Anerkannt kann ich mir schon vorstellen, dass das eine AfD geführte Regierung natürlich zu einem Kollaps und einem Chaos für unser Land führen würde.
00:26:41: Auch eigentlich zu einer Katastrophe.
00:26:44: Nun könnte ich sagen, als parteiloser.
00:26:45: Ich konnte natürlich mit allen Landesregierungen der letzten vierundzwanzig Jahre zusammenarbeiten in alle Ministerien gehen.
00:26:52: Es war egal ob es der Harry Glaver als Wirtschaftsminister der CDU war oder jetzt eben meinetwegen der Wolfgang Blank als sogar parteiloser inzwischen oder der SPD Innenminister oder Finanzminister oder natürlich die Ministerpräsidentin.
00:27:06: Ich konnte mit allen, weil ich kein Parteibuch habe, mit allen Lagern auch von den Linken gut kommunizieren und am Ende des Tages sage ich mal das Beste für die Stadt dabei herausholen.
00:27:17: Egal ob es eine Förderung fürs Theater jetzt sein wird oder ob in der Vergangenheit eine Fördere für einen Schwimmbad war zu neunzig Prozent Das sind alles dann natürlich etwas einfacher Schritte Wie es sein würde wenn jetzt die AfD ans Zepter käme und die Ministerien besetzt.
00:27:34: Das mag ich mir gar nicht ausmalen.
00:27:36: Sie haben eben erzählt, dass es auch gar nicht so einfach war für sie.
00:27:40: Sie sind jung gewesen als Westdeutscher hierhin gekommen.
00:27:43: War das nochmal extra schwierig?
00:27:44: Als westdeutscha vertrauen der Bürger der Stadt zu erlangen?
00:27:48: Oder wie hat es jetzt angefühlt?
00:27:50: Nein, ich war ja nicht zu dem Zeitpunkt der Wahl neu in Anklam.
00:27:53: Sondern schon gut neun Jahre als Bauunternehmer selbstständig hatte circa fünfzig Mitarbeiter.
00:27:58: Das heißt die fünfzig Mitarbeitern sind Familien und Umfeld.
00:28:02: Wir haben natürlich als Unternehmen auch Vereine und Institutionen der Stadt, wie sich das andere Unternehmen auch machen, gesponsort unterstützt so dass mein Unternehmen und meine Person zumindest in Teilen der Und diesen letzten Endes aus der Unternehmerschaft heraus bin ich ja auch unterstützt worden.
00:28:22: Bei mir auf dem Plakat war damals auch die SPD mit drauf, die mich dann mithunterstützt hat weil sie keinen eigenen Kandidaten hatte und ganz groß stand aber parteilos und ganz unten rechts stand noch SPD.
00:28:33: Ich habe immer Wert darauf gelegt, ich war nie in der SPD, wenn gleich meine Vorfahren hätte ich sagen können Oma und Opa große Sozialdemokraten waren Aber ich war nie in einer Partei und ich glaube, dass das eher der Gegenkandidat, der von der CDU als etablierter Anklammer die Wohnungsgenossenschaft hier geleitet hat.
00:28:58: Als geschäftsführender Vorstand, der gleichzeitig ehrenamtlich Stadtpräsident war, der dann innerhalb der CDU noch für den Eklat so ein bisschen gesorgt hat, weg musste, weil er wollte auf den Stuhl.
00:29:14: Das haben viele, sag ich mal so Registräte gesagt, nee das finden wir gar nicht gut.
00:29:19: Der war doch schon jetzt jahrelang Stadtpräsident der hätte sich schon um Veränderung kümmern können.
00:29:24: und jetzt will er sozusagen aus Erwohnungsgenossenschaft raus und will sich den Stühl des Bürgermeisters holen.
00:29:29: Und bis kurz vor Schluss war ja nicht klar, ob ich kandidiere.
00:29:32: Dann habe ich kandidiert und schon in diesem ersten Wahlkampf mit zwei weiteren Gegenkandidaten die auch einmal von den Linken und einmal parteilos waren damals noch der Theaterintendant Wolfgang Bordel, der auch angetreten war.
00:29:45: Ich mischte auch mit.
00:29:47: Mit Wolfgang war ich mir relativ schnell einig.
00:29:49: wenn er ausscheiden sollte zur Stichwahl dann kommen seine Stimmen, also seine Stimme.
00:29:53: er will zumindest eine Wähler animieren dann auf keinen Fall CDU zu wählen.
00:29:57: Weil auch damals schon CDU, Theater und Kunst und Kultur und Unterstützen sehr konservativ gesehen hat.
00:30:05: Naja und dann glaube ich das frische, also den selbstständigen Unternehmer der jetzt ins Rathaus will, frisch jung und mit klaren Ideen auch dass das die Bürger auch da mal schon überzeugt hat zumindest ein Stichwahl zu sagen Das muss unser Neuer werden und nicht der andere Kollege nichts gegen das Alter oder Altersdiskriminierung, der schon fast auf die Sechzig zugeht will jetzt noch
00:30:29: mal
00:30:30: ein Karriere-Stirit machen.
00:30:31: Sondern dem vertrauen wir mehr.
00:30:33: Der ist jung, der ist dynamisch, er bringt frische und neue Ideen.
00:30:37: Und da ist uns völlig egal ob der aus dem Westen oder woher kommt.
00:30:40: Der war ja schon dreizehn Jahre hier gewesen in Anklamm.
00:30:46: Bei allem, was die CDU rausgeholt hat.
00:30:48: Achtung!
00:30:49: Hier ist einer von uns zur Stichwahl und Schaumschläger ist der.
00:30:53: Und so war es ein Wahlkampf, der tief unter der Gürtellinie war.
00:30:58: Aber das hat die Bürger von Anklam, die gewählengegangen sind, offensichtlich nicht interessiert.
00:31:03: Denn am Ende war's dann, ich glaub, fifty-fünfzig zu sechsenvierzig oder fünfzig irgendwie was... Und damit war das entschieden.
00:31:10: Und dann war klar, der Stadtrat wollte natürlich möglichst schnell, dass ich hier wieder verschwindet.
00:31:16: also von meinen Versprechungen sollte natürlich gar nix umgesetzt werden und die erste Amtszeit war mit großem Abstand die schwierigste überhaupt.
00:31:24: Es war sofort klar, dass wir zur Kommunalwahl sind und da waren natürlich die Unternehmer, die mich unterstützen.
00:31:32: wie gesagt ihr müsst jetzt alle mithelfen.
00:31:34: Und das war die Geburtsstunde in dem Jahr für diese Wähler-Gemeinschaft-Initiativen für Anklang, die dann auch zum Kommunalwahl angetreten ist.
00:31:43: Damals erst nur vier Sitze bekamen.
00:31:46: Aber schon Achtungszeichen und seit der Kommunalwahl eben auch bis heute die meisten Sitze im Stadtrat
00:31:54: hat.
00:31:54: Es ist jetzt mal sehr interessant zu versuchen, das auseinanderzuhalten.
00:31:57: Also man hat ja jetzt das Gefühl dieses Misstrauen in Institutionen und in Parteien oder in Politiker, dass das eine gesamtdeutsche Sache ist.
00:32:04: Glauben Sie denn, dass es in Ostdeutschland nochmal ein bisschen anders funktioniert?
00:32:09: Also dass es, sagen wir mal leichter ist für einen ostdeutschen Misstrauisch zu sein was diese politische Erzählung, diese Narrative angeht
00:32:17: usw.,
00:32:18: einfach weil die halt Erfahrung gemacht haben wie das funktioniert an der Nase herumgeführt zu werden.
00:32:22: Grundsätzlich würde ich sagen, ja.
00:32:24: Da sind wir wieder bei dem selben Thema wo die NPD damals gesagt hat, da wo es schlechte Laune ist, wo nichts passiert, da finden wir unseren Nährboden.
00:32:33: und dieses teilweise etwas übertriebene vielleicht aber auch gesunde Misstrauen ist beim ostdeutschen Bürger glaube ich noch stärker ausgeprägt, wobei ich den Leuten immer sage guckt euch bitte ein bisschen um und guckt auf das was ihr heute habt nach siebenunddreißig Jahren Wende.
00:32:51: Und das, was mich eigentlich am meisten erstaunt ist denen.
00:32:55: Das bei denen wo ich selber denke Mensch den geht es doch eigentlich gut.
00:32:59: Die haben viel geschaffen und fahren in Urlaub und können sich Dinge leisten also sind nicht die wie soll man jetzt sagen Verlierer unserer Gesellschaft dass da eben auch eine große Sorge vorhanden ist, also auch könnte man sagen in der Unternehmerschaft.
00:33:18: Eine große Sorgung vorhandene ist dass es deutlich bergab geht das man durchaus Angst hat vor Insolvenz, vor leeren Auftragsbüchern und das spiegelt sich natürlich dann weiter in die Mitarbeitenden, die in den Unternehmen tätig sind.
00:33:35: Aber insgesamt um die Frage so zu beantworten glaube ich schon dass der Ausdeutsche aber auch schneller anfällig dafür ist alles infrage zustellen bei der Politik und schnell den Glauben hat wenn die anderen regieren wird alles besser.
00:33:47: Und das ist vielleicht aber auch jetzt alltäglich unsere Aufgabe zu sagen guckt euch bitte genau an was die AfD eigentlich macht denn für einen Großteil unserer aus deutschen Bevölkerung Erde ist glaube ich noch viel mehr Nachteile, wenn die AfD an die Regierung käme als das was sie im Moment glauben.
00:34:06: Also ihr seid mal mit Milliarden Hilfen für Ukraine und das und jenes wird ja nicht dadurch anders dass in Sachsen-Anhalt die AfD regiert.
00:34:15: Das ist eine reine Bundssache!
00:34:18: Ich bin immer bemüht zu sagen guckt auf das was wir hier vor Ort machen können, vor Ort ändern können und guckt euch auch die Leute an, die das im Moment machen und guckt euch die an dies verhindern.
00:34:28: Und in Antlam haben wir die Situation zurzeit, dass die AfD alles verhindern will.
00:34:33: Das ist eben dann meine Aufgabe das auch den Bürgern zu kommunizieren und das machen wir.
00:34:39: Wie das in der Landtagswahl aussehen mag am zwanzigsten September vermag ich nicht zu beurteilen.
00:34:43: Wir gehen natürlich fest davon aus, dass auch hier an Antlam die AfD wieder vorne liegt.
00:34:48: Also es ist ja sehr auf der Kippen.
00:34:49: Es ist schon wahrscheinlich, dass irgendwie Manuela Schwesig-Ministerpräsidentin bleibt.
00:34:53: Die ist übrigens ein anderes Beispiel dafür das eine Partei sehr schlechter Abschnitt die SPD mit neun, zwanzig Prozent.
00:34:59: Manuela Schwesig will ja fast fünfzig Prozent der Stimmen bekommen wenn sie direkt als Ministerpräsident gewählt werden könnte.
00:35:04: also vielleicht so eine andere Frage?
00:35:07: Das
00:35:08: hat aber auch etwas mit Vertrauen zu tun und da sieht man einfach, dass eine einzelne Person innerhalb einer Partei wie bei Frau Schwesig, auch durchaus deutlich herausstechen kann.
00:35:21: Ja zum Teil vielleicht sogar noch die Kohlen aus dem Feuer holen kann.
00:35:24: wenn man sagt eigentlich schon dort hier sagt die SPD und sie natürlich jetzt mit einem guten Wahlkampf viele Menschen wieder davon überzeugt zu sagen also wir können alles gebrauchen in diesem Bundesland aber wir können uns auf keinen Fall leisten irgendwie von der AfD hier regiert zu werden.
00:35:39: und ich denke und das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen Sie hat aus meiner Sicht eine gute ist es nicht alles gut.
00:35:48: Es kann doch nie mal alles gut sein, aber sie hat eine relativ gute Politik für dieses Bundesland gemacht und man darf wie immer über Entscheidungen der regierenden Partei zu der Opposition auch streiten – das ist alles okay, die hätten es vielleicht anders gemacht oder andere Schwerpunkte gesetzt, aber es ist nun mal so.
00:36:04: Ich denke nicht dass die SPD noch die AfD überholt Das glaube ich nicht.
00:36:10: Aber ich persönlich kann nur sagen, ich würde mir wünschen wenn wir vernünftig weiterregiert werden und dazu sage ich
00:36:17: einfach auch
00:36:18: mit gerne unter Frau Schwesig.
00:36:20: Und ich bin sehr gespannt wie vor allen Dingen die ja fast in die Bedeutungslosigkeit verschonende CDU sich in diesem Bundesland nach dem Wahlsonntag verhalten wird.
00:36:29: Wenn man das mal sieht also ich glaube die ersten Wahlen im Jahrhundert neunzig da hat sie die CDU noch fast vierzig Prozent kontinuierlich nach unten gegangen, steht jetzt bei zwischen neun und zehn Prozent in Umfragen.
00:36:38: Also ich habe schon vor fünf Jahren als unser Landrat Michael Sack damals ja die Herausforderung gesucht hat Ministerpräsident zu werden und die CDU da bei nineteen Prozent lag gehofft dass er das irgendwie zumindest halten kann.
00:36:52: und der der Abrutsch damals auch was heißt damals fünf Jahre her von nineteen auf dreizehn war noch mal sehr extrem.
00:36:59: Michael Sackas daraus seine Konsequenzen gezogen, ist Landrat geblieben.
00:37:03: Alles andere war weg und jetzt ist Daniel Peters der neue Hoffnungsträger des offensichtlich am Ende auch noch mal schafft diese CDU von drei Zehn schlimmstenfalls was ich persönlich sage auch nicht hoffen will weil spätestens für eine Volkspartei wie die CDU den Bundesland unter zehn Prozent gilt für die SPD genauso in Sachsen-Anhalt unter zehn Prozent rückt, ist eigentlich für mich nur noch eine kleine Splitterpartei und nicht mehr eine Volkspartei.
00:37:30: Das sind eher wie bei FDP, BSW oder sonst was grünen bestenfalls einzuordnen dass man in diesem Bundesland, ähnlich wie in Sachsen-Anhalt vielleicht dann auch noch eine gute Mehrheit hinbekommt und die Regierung hinbekommt.
00:37:45: Die zumindest die AfD am Regieren
00:37:48: hindert.
00:37:49: Das ist vielleicht eine Entwicklung... Man sieht das ja in anderen europäischen Ländern, in den Niederlanden, in Dänemark zum Beispiel, in Frankreich, diese Volksparteien, dass es die gar nicht mehr so richtig gibt und Deutschland hängt da vielleicht ein kleines bisschen nach.
00:38:00: Würden Sie sagen dieses Beispiel?
00:38:03: Man kann sich an einem Bürgermeister aus einer kleinen Kommune eigentlich ein Beispiel nehmen, wie man gute Politik macht.
00:38:09: Wie man vertrauensvolle Politik macht oder wie man Vertrauen zurückgewinnt ist.
00:38:13: Oder ist es einfach strukturell eine andere Art von Politik die man in der Kommune
00:38:17: macht?
00:38:17: Ich würde sagen, die
00:38:19: Berufspolitiker
00:38:20: im Bund und Land könnten sich mit Sicherheit – ich bin ja auch
00:38:25: Berufs-
00:38:26: Berufspolitiker ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich mache ja den Bürgermeisterjob hier auch im Hauptberuf und viele engagieren sich ehrenamtlich.
00:38:33: Aber ich glaube schon dass die große Politik sich in der handelnden Position ob Bundeskanzler oder Minister-Staatssekretäre sich eine ganze Menge von den Leuten abgucken können, die in den Städten und Gemeinden sozusagen die Verantwortung übernommen haben weil Wir sind, und das sagen wir immer wieder nach oben.
00:38:53: Wir sind diejenigen, die all das was da hinten passiert unten eigentlich am Ende noch unser Menschen erklären müssen warum haben wir kein Geld mehr für Schwimmbad?
00:39:00: Warum müssen wir Einrichtungen schließen oder werden zumindest gezwungen darüber nachzudenken?
00:39:05: Warum können wir nichts mehr bauen obwohl man sagt Infrastrukturprogramm kommt aber der Geld kommt noch nicht an?
00:39:10: Oder wir stehen dann vor dem Problem dass wir zwar einen großen Teil aus dem Infrastruktur Programm bekommen Aber die Eigenmittel brauchen.
00:39:17: und dann streiten wir uns wieder wo sollen die herkommen?
00:39:19: Kreditaufnahme Nein, also dieses Geld ins Rollen zu bringen was der Starter versprochen hat wird noch eine richtige Hürde werden.
00:39:27: Und insofern können die sich schon etwas abgucken definitiv.
00:39:32: man sagt ja nicht umsonst sie haben den Bezug zur Basis verloren und so weiter.
00:39:36: ich versuche das jedes Mal wenn der Wirtschaftsminister jetzt gerade hier ist.
00:39:39: er nimmt euch mal zwei Stunden Zeit.
00:39:41: es darf nicht immer so dieses Hetzen von einem Termin und jetzt am besten einen Förder Bescheid nach dem anderen noch irgendwo abgeben vor der Wahl.
00:39:48: Nehmt euch einfach mal Zeit für die Menschen in der Region, die auch das Gefühl bekommen.
00:39:53: Aha!
00:39:54: Der ist für uns auch da.
00:39:55: Der ist ganz normal.
00:39:57: Es gibt ja so ein paar Vorzeige Politiker, die wir früher hatten.
00:40:00: Ein paar gibt es heute auch noch.
00:40:02: Ich könnte jetzt sagen Peter Harry Carstensen in Schleswig-Holstein war so'n Moin Mointyp und dann hat er bei der Feuerwehr ein Bier mit getrunken.
00:40:09: Wenn ich mir jetzt Herr Werdreul im neuen Westfalen angucke, glaube ich wahrscheinlich einer der beliebtesten Politiker... und solche Leute brauchen wir wieder.
00:40:17: Und dann steigt auch das Vertrauen in Politik wider, und in den Kommunen haben nun mal die Bürgermeisterin der Regel, die direkt gewählt sind und die Landräte das Vertrauen der Menschen aus der Region ja bekommen.
00:40:28: Vielleicht sollte man – ich bin einmal ganz frei darüber nachdenken – dem Bundeskanzler oder den Bundespräsidenten zum Beispiel auch direkt zu wählen?
00:40:35: Ja,
00:40:35: das wäre eine Idee!
00:40:37: Also jetzt haben wir mal gefragt was Bundespolitiker von Kommunalpolitikern lernen können.
00:40:42: vielleicht zum Abschluss Was kann Deutschland von Anklam lernen?
00:40:48: Wenn das überall gemacht werden würde, dann wird es uns besser gehen.
00:40:51: Ja, dann würde ich einfach nur sagen wenn ein kommunalpolitischer Zusammenhalt da ist.
00:40:57: Wenn klare Ziele formuliert sind was wollen wir in der nächsten Periode von fünf Jahren im Stadtrat oder meinetwegen auch acht Jahre wo der Bürgermeister gewählt ist?
00:41:07: Was wollen wir gemeinsam erreichen?
00:41:09: dabei muss man nichts überfrachten und man kann nicht alle Felder bedienen weil wir haben nicht drei vier fünfhundert Millionen zur Verfügung sondern erklärt den Bürgern wirklich, was machen wir in den nächsten Jahren?
00:41:20: Wir kümmern uns zunächst mal um den Erhalt von vielen freiwilligen Einrichtungen.
00:41:25: Wir kümmern uns um die Sanierung von Sport- und Bildungseinrichtungen Und dann haben auch noch ein paar andere schöne Sachen.
00:41:31: und ich glaube wenn man das nach außen verkaufen kann und vor allen Dingen auch schon damit verkaufen können dass man auch immer einmal den Rückblick hat in den Spiegel und sagt Was haben wir denn auch schon erreicht?
00:41:40: Das wird ja oftmals auch vergessen und das haben wir jetzt im Wahlkampf wieder gemacht.
00:41:45: dann sind die Bürger doch irgendwo auch spürbar dabei und sagen, ja gut unter denen Reuten haben wir das schon geschafft oder die haben das geschafft.
00:41:52: Die haben sich dran gehalten ist nicht alles umgesetzt worden aber wir vertrauen ihnen dass sie das was Sie jetzt in den nächsten Jahren vorhaben auch umsetzen.
00:42:00: natürlich sind wir als Kommune dabei auf Bundes- und Landespolitik angewiesen gerade wenn es um Finanzen geht.
00:42:06: Aber das Leben findet in unseren Kommunen statt.
00:42:09: Das müssen alle wissen.
00:42:12: Und wenn in den Kommunen Stadtrat und Verwaltung gut zusammenarbeiten, zum Wohl der Kommune.
00:42:19: mit klaren Zielen und Vorstellungen, dann glaube ich ist das ein Musterbeispiel wo man nicht nur von Anklams gibt bestimmt andere Städte in Deutschland die das genauso machen.
00:42:28: Dann kann man positiv entwickeln und da hat man zumindest im Ort eine gewisse Ruhe und eine Zufriedenheit und kann auch als Bürgermeister über den Marktplatz gehen und wird immer freundlich
00:42:37: übrig.
00:42:39: Das ist ein schönes Schlusswort!
00:42:40: Ich danke Ihnen jetzt herzlich für das Gespräch Und Ihnen lieben Zuschauer, danke fürs Einschalten.
00:42:44: Wir sind jetzt wieder auf dem Weg zurück nach Berlin.
00:42:46: Weitere Podcasts finden Sie auf allen bekannten Plattformen und auf
00:42:57: Cicero.de.
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