Cicero-Autor Hugo Müller-Vogg zur Landtagswahl Baden-Württemberg: „Die CDU hat die Kontroversen gescheut“

Shownotes

Vom klaren Favoriten zum Zweitplatzierten hinter den Grünen: Die CDU von Manuel Hagel hat bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg ihre eigenen Erwartungen weit verfehlt. Woran lag das? Und wie geht es jetzt weiter in Baden-Württemberg und im Bund? Hugo Müller-Vogg stellt sich den Fragen von Alexander Marguier im Cicero Podcast Wahl Spezial.

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Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie "Das brutale Debakel der Hagel-CDU", ein Kommentar zum Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg von Alexander Marguier.

Inhalt Podcast:

02:15 "Also es spielte eine ganz große Rolle, die Person Özdemir. Die Grünen haben aus der Landtagswahl eine Art Oberbürgermeisterwahl gemacht, wo man nur auf die Persönlichkeit schaut und das Parteilogo auf dem Wahlplakat weglässt. Özdemir hat ja auch so getan, als habe er mit den Grünen überhaupt nichts zu tun. Das war sehr geschickt. Das Zweite war, die CDU hat es nicht gewagt, einen kontroversen Wahlkampf zu führen. Es war gerade zu peinlich eigentlich, wie Hagel (…) versuchte, sich sozusagen als der wahre Erbe von Kretschmann darzustellen." (Hugo Müller-Vogg)

10:30 "Ich meine, die CDU kann eigentlich wählen zwischen zwei Todesarten. Das eine wäre Aufhebung der Brandmauer, koalieren, kooperieren mit der AFD, ganz offen. Das zerreißt die Parte. Der andere Tod ist natürlich… Diese Todesart hat Friedrich Merz vorgegeben. Schlussendlich entschieden, dass er nur Kooperation sucht in der politischen Mitte, wobei die Grünen plötzlich auch zur Mitte zählen und die SPD, die immer linker wird, auch zur Mitte zählt und das heißt im Grunde, wir haben ja in Deutschland keine Regierungswechsel. Wir hatten einen Regierungswechsel 2005 im Bund, dann 2009 für vier Jahre wieder FDP und ansonsten regieren immer dieselben." (Hugo Müller-Vogg)

20:29 "Das SPD-Dilemma in Baden-Württemberg, muss man ja sehen, das ist das schlechteste Landtagswahl-Ergebnis, das es je gab. Und das ist auch noch schlechter als in den bisherigen Notstandsgebieten der SPD, nämlich Bayern mit 8% und Sachsen und Thüringen mit jeweils 6%. Also noch mal da drunter. Und das in Baden-Württemberg! Im Grunde müsste die SPD auf Re-Start drücken. Aber in dem Duo Klingbeil-Bas wird das nicht passieren." (Hugo Müller-Vogg)

28:54 "Herr Dürr ist vom Typ her einfach nicht der richtige Mann um eine Partei, die am Boden liegt, wieder aufzurichten. (…) Das ist ein seriöser Mann, der aber nicht in der Lage ist, jemanden mitzureißen und zu begeistern. Also die FDP bräuchte einen zehn Jahre jüngeren Kubicki. Eine Rampensau, der provoziert und der Kubicki ist ja mehr in den Schlagzeilen und in den Medien als Dürr." (Hugo Müller-Vogg)

32:24 "Die Wähler sind ja schon seltsame Wesen. Also in allen Umfragen sagen die Wähler, wichtigstes Thema ist die Wirtschaft. Und bei der Wirtschaft kann die CDU am meisten. Dann kommt die AfD und dann kommen die Grünen. Und dann sagt der gleiche Mensch, also Wirtschaft ist ganz wichtig, aber der Cem ist ein so netter Kerl, die können zwar nichts bei der Wirtschaft, aber ich wähl sie trotzdem. Muss man das verstehen? Wahrscheinlich nicht." (Hugo Müller-Vogg)

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